Bearbeitungsgebühr bei Krediten: So bekommen Sie Ihr Geld zurück!

Wenn der Bankberater nach dem Kreditgespräch die Rechnung auf den Tisch legt, lassen Sie das Portemonnaie stecken! Bearbeitungsentgelte für Kredite sind unzulässig. Bereits seit 2014 müssen Verbraucher nicht drauf zahlen, jetzt gilt dieses Urteil auch für Unternehmen. Die SKG erklärt, wie Sie Ihr Geld zurückbekommen.

Bundesgerichtshof erweitert Urteil

Vor drei Jahren hatte der Bundesgerichtshof entschieden, dass Bearbeitungsgebühren bei Verbraucherkrediten unzulässig sind. Jetzt zieht das oberste Gericht der Bundesrepublik nach. Auch Unternehmen müssen nach dem neuesten Urteil nicht noch einmal extra für die Bearbeitung eines Kredits zahlen.

In dem Urteil heißt es: „Die Vereinbarung laufzeitunabhängiger Bearbeitungsentgelte ist mit wesentlichen Grundgedanken der gesetzlichen Regelung nicht zu vereinbaren, weshalb gemäß § 307 Abs. 2 Nr. 1 BGB im Zweifel eine unangemessene Benachteiligung des Vertragspartners anzunehmen ist. Auch bei den vorliegenden Unternehmerdarlehensverträgen gibt es keine Gründe, die diese gesetzliche Vermutung widerlegen würden.“

Geld zurück bis Ende 2017

Wer für seinen Kredit bis 2014 Bearbeitungsgebühr gezahlt hat, kann bis Ende dieses Jahres sein Geld zurückbekommen. Der Anspruch auf Erstattung verjährt am 31.12.2017. Wenn Sie Fragen zu dem Erstattungsverfahren haben, melden Sie sich in unserer Kanzlei. Gern unterstützen Sie unsere Kooperationspartner im rechtlichen Bereich.

20. Oktober 2017 | Steuernews
Ihr persönlicher Beitrag von Redaktion