E-Health-Gesetz: seit Januar in Kraft

Das Gesetz für sichere digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen (E-Health-Gesetz) ist in Kraft getreten. Es wurde vom Bundesrat in seiner Sitzung am 18. Dezember 2015 gebilligt und führt elektronische Kommunikationsverfahren in die medizinische Versorgung ein.

Ziel ist es, die Akteure im Gesundheitswesen besser miteinander zu vernetzen und Patientendaten schnell abrufbar zu machen. Damit sind auch in Notfällen sichere und effektive Behandlungen möglich. Das E-Health-Gesetz schreibt einen konkreten Fahrplan für die Einführung nutzbringender Anwendungen und einer sicheren digitalen Autobahn im Gesundheitswesen vor.

Auch ist in diesem Gesetz geregelt, dass Patienten, die gleichzeitig mindestens drei verordnete Arzneimittel anwenden, ab Oktober 2016 Anspruch auf Erstellung und Aushändigung eines Medikationsplans in Papierform durch einen an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Arzt haben. Den Plan hat der Arzt vorerst noch in Papierform und erst ab 2019 digital zu erstellen.

Die elektronische Gesundheitskarte (eGK) soll zunächst weiterhin nur administrative Daten des Versicherten enthalten. Notfalldaten (wie z.B. Allergien) können Versicherte auf der
Gesundheitskarte speichern lassen, wenn sie dies wünschen. Neu im Vergleich zur Krankenversichertenkarte ist auch die Angabe zum Geschlecht. Damit sollen neben der Aufnahme des Lichtbildes zusätzlich Verwechslungen vermieden werden. Die Rückseite der elektronischen Gesundheitskarte kann für die „Europäische Krankenversicherungskarte“ verwendet werden und macht eine unbürokratische Behandlung innerhalb Europas möglich.

Mandanten-Newsletter Ärzte (I. Quartal 2016)

31. März 2016 | Steuernews