Ferienjob: Diese Regeln gelten für Arbeitgeber!

Suchen Sie noch einen Ferienjobber für Ihren Betrieb? Dann sollten Sie unseren Blogbeitrag lesen. Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zu Arbeitszeiten, Verdienst und Sozialversicherungsbefreiung.

Wer darf einen Ferienjob ausüben?

Nur wer noch zur Schule geht, hat Ferien. Für Ferienjobs gilt daher: Alle Kinder ab 13 Jahren und Jugendliche bis 18 Jahren dürfen sich in der schulfreien Zeit mit einem Ferienjob etwas dazuverdienen. Das Alter der Ferienjobber bestimmt die Arbeitsbedingungen:

  • Kinder: Wer noch keine 15 Jahre alt ist, gilt laut Gesetz als Kind. Der Gesetzgeber gibt vor: Kinder dürfen frühestens mit 13 Jahren arbeiten – und das unter strengen Auflagen. Erlaubt sind leichte Tätigkeiten wie Zeitung austragen oder Gartenarbeit.
  • Jugendliche: Ferienjobber zwischen 15 und 18 Jahren gelten als Jugendliche. Auch hier müssen Arbeitgeber Regeln beachten: Schwere körperliche oder gefährliche Arbeiten sind nicht erlaubt. Genauso wenig wie Akkordarbeit, bei der sich der Verdienst nach dem Arbeitstempo richtet.

Ferienjobs bei Über-18-Jährigen

Im Vergleich zu Kindern und Jugendlichen verdienen Über-18-Jährige beim Ferienjob den Mindestlohn, also derzeit mindestens 9,19 Euro die Stunde.

Wenn der Ferienjob bei Über-18-Jährigen auf 450-Euro-Basis vereinbart wurde, gilt er als Minijob. Erwachsene Schüler dürfen auch dann nicht mehr als 51 Stunden (50,9) im Monat arbeiten.

Welche Arbeitszeiten sind beim Ferienjob erlaubt?

Kinder: Die Arbeitszeit bei Kindern muss zwischen 8 und 18 Uhr liegen. Mit Zustimmung der Eltern dürfen es 2 Stunden am Tag sein, in der Landwirtschaft sogar 3.

Jugendliche: Bei Jugendlichen gilt ein zeitlicher Rahmen von 6 bis 20 Uhr. Die Arbeitszeit von maximal 40 Stunden pro Woche darf nicht überschritten werden. Pro Tag ist eine Arbeitszeit von höchstens 8 Stunden zulässig.

Ausnahmen gibt es in folgenden Tätigkeitsbereichen:

  • In Bäckereien und Konditoreien dürfen 16-Jährige um 5 Uhr beginnen, 17-Jährige in Bäckereien bereits um 4 Uhr (nicht in Konditoreien).
  • In landwirtschaftlichen Betrieben dürfen Jugendliche über 16 Jahre ab 5 Uhr oder bis 21 Uhr tätig sein. In der Erntezeit sogar bis zu neun Stunden täglich und bis zu 85 Stunden in der Doppelwoche.
  • Im Schaustellergewerbe und in Gaststätten dürfen Jugendliche, die 16 Jahre oder älter sind, bis 22 Uhr arbeiten.
  • Im Schichtbetrieb dürfen Jugendliche ab 16 Jahre bis 23 Uhr tätig sein. Zwischen Schichtende und Schichtbeginn müssen zwölf Stunden liegen.

Diese Pausenzeiten gelten

Arbeitet der Ferienjobber mehr als 4,5 Stunden, müssen Pausen von 30 Minuten eingehalten werden. Sind es mehr als 6 Stunden, gelten Pausenzeiten von insgesamt 60 Minuten pro Arbeitstag.

Arbeitszeiten am Wochenende beachten

Für Kinder und Jugendliche gilt im Ferienjob generell die 5-Tage-Woche. Für Jugendliche gibt es folgende Ausnahmen:

  • In Krankenhäusern, Altersheimen, Verkaufsstellen, Familienhaushalten, Gaststätten, in der Landwirtschaft und im Verkehrswesen dürfen Jugendliche am Samstag sowie an Sonn- und Feiertagen arbeiten. Dafür müssen sie jedoch in derselben Woche einen freien Tag zum Ausgleich erhalten.

Wie lange darf ein Ferienjob dauern?

Laut Gesetzgeber dürfen Schüler ab 15 Jahren höchstens vier Wochen im Jahr einen Ferienjob ausüben. Unter bestimmten Auflagen gelten Ausnahmen bei öffentlichen Veranstaltungen, Konzerten und Theateraufführungen.

Wann ist ein Ferienjob sozialversicherungspflichtig?

Ein Ferienjob ist entweder eine kurzfristige Beschäftigung (nicht länger als 3 Monate bzw. 70 Arbeitstage) oder eine geringfügige Beschäftigung (450-Euro-Basis) und daher in der Regel sozialversicherungsfrei.

Handelt es sich bei dem Ferienjobber jedoch um einen Schulabgänger, der im Anschluss zum Beispiel ein duales Studium oder den Bundesfreiwilligendienst beginnt, liegt eine sogenannte Berufsmäßigkeit vor. In diesem Fall ist der Ferienjob sozialversicherungspflichtig.

Wieviel lässt sich mit einem Ferienjob verdienen?

Die meisten Ferienjobs sind sogenannte 450-Euro-Jobs. Gelten die Ferienjobber als kurzfristige Beschäftigte, darf das monatliche Einkommen nicht über dem Lohnsteuerfreibetrag von 750 Euro liegen. Verdient der Ferienjobber mehr, werden Steuern fällig.

Für Kinder und Jugendliche gilt kein Mindestlohn. Ferienjobber zwischen 13 und 18 Jahren können den Verdienst also mit dem Arbeitgeber selbst vereinbaren.

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