Künstlersozialabgabe: Die SKG hat Antworten auf die wichtigsten Fragen

Kreative Köpfe sind für ein Unternehmen wertvolle Mitarbeiter. Doch besonders bei stark projektbezogenen Tätigkeiten ist es manchmal sinnvoller, sich Publizisten, Grafiker oder Fotografen für einen gewissen Zeitraum einzukaufen. Wer als Unternehmer jedoch regelmäßig auf die Dienste von selbständigen Künstlern setzt, muss die sogenannte Künstlersozialabgabe zahlen. Was es damit auf sich hat, erklärt Ihnen die SKG in den wichtigsten Fragen und Antworten.

Was ist die Künstlersozialabgabe?

Die Künstlersozialabgabe müssen Unternehmen zahlen, die regelmäßig selbstständige Künstler oder Publizisten beauftragen. Sie dient als Finanzierung der Künstlersozialversicherung, die Freiberuflern einen Schutz in der Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung bietet. Wie bei Arbeitnehmern zahlen die Freiberufler die Hälfte des Beitrags, die andere Hälfte trägt die Künstlersozialkasse.

Wie hoch ist die Künstlersozialabgabe?

Die Künstlersozialabgabe beträgt für das laufende Jahr 4,8%. Die Beitragsmeldung muss bis spätestens zum 31. März eines Folgejahres erfolgen.

Wer muss zahlen?

Grundsätzlich gilt: Zahlen muss jeder, der regelmäßig selbstständige Künstler oder Publizisten engagiert. Als Publizisten gelten hier unter anderem Fotografen, Grafiker, Webdesigner, Journalisten und Autoren. Außerdem müssen folgende Unternehmen die Künstlersozialabgabe leisten:

  • Abgabepflichtig sind zunächst einmal typische Verwerter wie Presseverlage, Werbeagenturen sowie Rundfunk- und Fernsehanbieter. Aber auch bei Pflegeeinrichtungen gehen die Prüfer davon aus, dass für Veranstaltungen regelmäßig Künstler beauftragt werden.
  • Die Abgabe müssen ebenfalls alle Unternehmen zahlen, die für Werbung oder Öffentlichkeitsarbeit regelmäßig Künstler oder Publizisten beauftragen. Ein oder zwei Aufträge pro Jahr genügen hier bereits für eine Abgabepflicht.
  • Unternehmen sind ebenfalls abgabepflichtig, wenn sie nicht nur gelegentlich Aufträge an selbstständige Künstler oder Publizisten erteilen und deren Werke für Ihr Unternehmen nutzen und damit Einnahmen erzielen. Auch die Gestaltung von Websites, Flyer und Visitenkarten fällt in den meisten Fällen unter die Abgabepflicht.

Gibt es eine Bagatellgrenze?

Hat man im Jahr nicht mehr als 450 Euro netto an selbstständige Kreative gezahlt, muss man keine Künstlersozialabgabe leisten.

Fällt Künstlersozialabgabe auch bei Zahlungen an eine GmbH an?

Nein! Für Zahlungen an zum Beispiel eine GmbH, AG oder einen e.V. fällt keine Künstlersozialabgabe an. Auch Zahlungen an eine OHG oder KG sind nicht abgabepflichtig. Abgabepflichtig sind dagegen Zahlungen an eine GbR oder einen Einzelunternehmen.

Wie hilft mir die SKG?

Wir prüfen für Sie nach Auftragserteilung, ob abgabepflichtige Entgelte vorliegen und erstellen die KSK Meldung!

Die Ordnungsmäßigkeit wird bei turnusmäßigen Rentenversicherungsprüfungen überprüft. Hierfür haben wir uns mit unserer zuständigen Rentenversicherungsprüferin so abgestimmt, dass wir Ihnen die eventuell eingehenden Fragebögen der Rentenversicherung zur Künstlersozialabgabe ausfüllen und Ihr dann beim nächsten Prüfungstermin persönlich mit den dazugehörigen Belegen übergeben.