Mitarbeitergeschenke: Warum Chefs Weihnachten lieber nichts einpacken

Weihnachten ist eine gute Gelegenheit, um Danke zu sagen. Wer seinen Mitarbeitern ein kleines Präsent auf den Schreibtisch legen möchte, sollte aufpassen: Das Finanzamt verdient mit! Wir erklären, worauf Chefs bei Mitarbeitergeschenken achten sollten.

Weihnachten ist kein persönlicher Anlass

Das Finanzamt schaut bei Mitarbeitergeschenken ganz genau hin. Nur in bestimmten Fällen sind Aufmerksamkeiten vom Chef steuerfrei – Weihnachtsgeschenke gehören nicht dazu.

Feiertage wie Weihnachten oder Ostern sind keine persönlichen Anlässe, weil sie keinen Bezug zum Arbeitnehmer haben. Daher fallen Weihnachts- oder Ostergeschenke auch nicht unter die Freigrenze von 60 Euro.

Freigrenze nicht überschreiten

Der Betrag von 60 Euro (inklusive Umsatzsteuer) darf mehrmals im Jahr zum Beispiel für Blumen, Wein oder Pralinen ausgegeben werden. Dafür muss jedoch ein bestimmter Anlass vorliegen. Das können zum Beispiel sein:

  • Geburtstage
  • Dienstjubiläum
  • Hochzeit
  • Geburt eines Kindes
  • Pensionierung

Wichtig ist, dass die Freigrenze um keinen Cent überschritten wird. Sonst ist der gesamte Sachwert und nicht nur der Differenzbetrag als geldwerter Vorteil durch den Arbeitnehmer zu versteuern.

Weihnachtsessen für 110 Euro pro Person

Wenn Sie Ihren Mitarbeitern eine Freude machen möchten, laden Sie sie doch zu einem Weihnachtessen ein. Hier kann es sich jeder für maximal 110 Euro pro Person schmecken lassen. Geschenke im Rahmen der Weihnachtsfeier zählen übrigens zu dem Freibetrag von 110 Euro.

29. November 2017 | Steuernews | Keine Schlagwörter vergeben
Ihr persönlicher Beitrag von Redaktion