Patientenunterlagen: Aufbewahrungsfristen

Die gesetzlichen Regelungen sehen eine Verpflichtung des Arztes vor, Patientenakten grds. für die Dauer von zehn Jahren nach Abschluss der Behandlung aufzubewahren, soweit nicht nach anderen Vorschriften andere Aufbewahrungsfristen gelten. Bei einer in 2015 erfolgten Behandlung kann in der Regel die Dokumentation nach Ablauf des Jahres 2025 entsorgt werden.

Die Praxisaufgabe ändert daran nichts. Auch nach Aufgabe der Praxis hat der Arzt seine ärztlichen Aufzeichnungen und Untersuchungsbefunde aufzubewahren oder dafür Sorge zu tragen, dass sie in gehörige Obhut gegeben werden. Der Arzt, dem bei einer Praxisaufgabe oder Praxisübergabe ärztliche Aufzeichnungen über Patienten in Obhut gegeben werden, muss diese Aufzeichnungen unter Verschluss halten und darf sie nur mit Einwilligung des Patienten einsehen oder weitergeben.

Auch nach Aufgabe der Praxistätigkeit bestehen Pflichten zur Auskunftserteilung aus den Patientenunterlagen. Das bedeutet, der Arzt muss gewährleisten, dass nach Praxisbeendigung die Krankenunterlagen unter Wahrung der Schweigepflicht angemessen aufbewahrt werden und dem Einsichts- und Auskunftsrecht des Patienten genüge getan werden kann. Es ist daher empfehlenswert, sich bereits frühzeitig darüber Gedanken zu machen, wie nach Praxisbeendigung die Verwahrung der Patientenunterlagen erfolgen kann. Für bestimmte Unterlagen gelten auch andere Fristen, so z. B. für eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung. Einen Überblick hierzu finden Sie z. B. unter dem folgenden Link

Mandanten-Newsletter Ärzte (I. Quartal 2016)

08. April 2016 | Steuernews