Steuererklärung für Studenten: Hier lassen sich Steuern sparen!

Für Masterstudenten lohnt sich eine Steuererklärung. Wer fleißig Belege für Studium-Kosten sammelt, profitiert davon beim Einstieg in den Beruf. Die SKG sagt, wie Studenten Geld sparen können.

Studiengebühren anrechnen lassen

Normalerweise muss nur der eine Steuererklärung machen, der auch Steuern zahlt. Bei Master-Studenten ist das anders: Obwohl ihr Verdienst durch einen Nebenjob in der Regel zu gering für eine Steuerabgabe ist, sollten sie die Erklärung beim Finanzamt abgeben. Sämtliche Kosten, die während des Studiums entstehen, berücksichtigt das Finanzamt als sogenannten Verlustvortrag. Damit verringert sich die Steuerbelastung, wenn sie nach dem Studium in den Beruf einsteigen und Einkommenssteuer zahlen müssten.

Mögliche Kosten für das Studium können zum Beispiel Studiengebühren, Ausgaben für Fachliteratur und sogar Aufwendungen für Reise und Fahrt zum Campus sein. Wer keine WG direkt an der Uni bekommen hat, sollte seine Kosten für die Anreise angeben. Hier gilt der Entfernungskilometer (einfache Entfernung): 30 Cent lassen sich pro Kilometer abrechnen. Ob der Student die Strecke mit dem Auto, dem Fahrrad oder Bahn zurücklegt, spielt dabei keine Rolle. Bei Wochenendseminaren und Exkursionen dürfen Studenten 30 Cent mit dem Auto und 20 Cent mit anderem motorbetriebenen Fahrzeug pro gefahrenen Kilometer beim Finanzamt als Fahrtkosten berechnen. Auch Monatstickets für Bahn und Zug können eingereicht werden. Wichtig ist, dass sich alle Kosten nachweisen lassen. Deshalb gilt für Studenten: Rechnungen und Belege sammeln!

Kosten bis zu vier Jahre rückwirkend einreichen

Wer Studiengebühren bezahlt, sollte die größeren Ausgaben vom eigenen Konto überweisen. Wenn die Summe vom Konto der Eltern abgezogen wird, spricht das Finanzamt von einem abgekürzten Zahlungsweg. Das kann zu Problemen bei der Anerkennung der Kosten führen! Die Eltern sollten die Summe für die Studiengebühren deshalb zunächst auf das Konto des Studenten überweisen, von wo aus dieser dann die Summe an die Uni weiterleitet. Bis zu vier Jahre dürfen Master-Studenten die Kosten für den Studiengang rückwirkend einreichen.

Bei Bachelor-Studenten ist es etwas anders: Wer neben dem Studium mehr als den Grundfreibetrag (2016: 8.652 Euro) verdient, kann sich die Ausgaben für das Studium als Sonderausgaben anrechnen lassen. Bei Masterstudenten werden die Studium-Kosten ausschließlich als Werbungskosten berechnet.

Die SKG hilft Studenten dabei, Steuern zu sparen. Gerne schauen wir gemeinsam, welche Kosten in der Steuererklärung angegeben werden können und wo Potenzial für weitere Sparmaßnahmen schlummert.

12. Juni 2017 | Steuernews | Keine Schlagwörter vergeben
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