Traumauto gefunden: Wann ist das Wunschfahrzeug dem Finanzamt zu teuer?

Wenn sich Zahnärzte den Wunsch von einem PS starken Boliden erfüllen und die Kosten von der Steuer absetzen möchten, müssen Sie mit dem Finanzamt rechnen. Auch ein einwandfrei geführtes Fahrtenbuch hilft da nicht. Wir erklären, wann der Praxis-Pkw für das Finanzamt zu teuer wird.

Ein Dienstwagen für 100.000 Euro

Im Sportwagen mit 500 PS pendeln Sie sicher schneller zwischen Praxis und Dentallabor. Doch das Finanzamt könnte zurecht fragen: Brauchen Sie für diese Fahrten wirklich ein Fahrzeug, das mehr als 100.000 Euro kostet? Je teurer der PKW, desto wahrscheinlicher ist auch eine Diskussion mit dem Finanzamt. Sie müssen also bei einer Anschaffung in dieser Kategorie davon ausgehen, dass die Kosten für das Traumauto – trotz beruflicher Nutzung – nur teilweise zum Steuerabzug anerkannt werden.

Das spricht laut Finanzgericht Berlin für ein unangemessen teures Fahrzeug:

  • Das Fahrzeug kostet mehr als Dreifache des Durchschnittsgewinns der Praxis
  • Es kostet mehr als Dreiviertel des durchschnittlichen Jahresumsatzes
  • Die Kosten liegen pro Kilometer über 2 Euro
  • Das Fahrzeug kostet mehr als 100.000 Euro netto

Misstrauisch wird das Finanzamt auch, wenn bei ohnehin wenigen Jahreskilometern nur eine geringe Anzahl für die Praxis gefahren wird. Das spricht dann eher für das private Traumauto als für den flotten Praxisflitzer.

Tipps von Ihrem Steuerberater

Gerne geben wir Ihnen Tipps, wann das Finanzamt besonders genau hinschaut und unterstützen Sie auch bei der Einrichtung und Pflege eines Fahrtenbuchs.